Was nach einem Jahr Meditation nicht anders ist

Menschen benehmen sich noch immer wie Idioten. Sie schweigen, wo sie sprechen sollten, schimpfen, wo sie ihren Mund halten sollten. Reden über statt miteinander. Regen sich über Dinge auf, die es nicht wert sind, dramatisieren, pauschalisieren, kritisieren. Kleiden sich seltsam, um dazu zu gehören. Verhalten sich seltsam, aus Angst ausgeschlossen zu werden, verlassen oder nicht geliebt. Oder aus Angst, man könnte erkennen, welche Selbstzweifel sie mit sich tragen. Und ich bin da nicht anders. Was ich tun kann, ist nur, zu lernen weder die anderen noch mich selbst zu verurteilen. Mich nicht über und mich nicht unter jemanden zu stellen. Meine Ängste zu beobachten, zu erkennen, warum ich mich in welchen Situationen auf eine bestimmte Art verhalte und Schritt für Schritt mein Korsett an Automatismen, Glaubenssätzen, Denkmustern, unbewussten Verhaltensweisen weiter werden zu lassen, um irgendwann noch bewusster und freier leben zu können. Weiterlesen

Das MediTier in mir

Wir schreiben Tag 10 des Brabbel-Selbstversuches. Und ich kann mich nun wieder erinnern, dass die Seminarleiterin von früheren Leben gesprochen hatte, von Emotionen, welche im Körper gespeichert wären. Dass wir möglicherweise plötzlich in einer Fremdsprache brabbeln würden, oder mal eben so für zwei Tage das Lesen verlernen würden. Mein innerer Skeptiker hat das umgehend verworfen, aber etwas seltsam sind diese Meditiererfahrungen schon… Weiterlesen

Urlaub in den Misanthropen…

…um mit Großstadtgeflüster zu sprechen. Der Titel passt, denn ich befinde mich auf Reisen. Um präziser zu sein: es handelt sich um eine Zeitreise. Hätte ich es mir aussuchen können, wäre es als Vogel das Mittelalter geworden, ich hätte Edvard Grieg gerne „live“ gehört oder mir angesehen, wie Gott die Welt erschaffen hat bzw. wer Gott erschaffen hat. Viele Dinge würden mir da einfallen, es passierte aber kaum merklich und es sind die 1930er Jahre geworden. Weiterlesen

Sendedatum nach hinten verschoben

Ich habe einen Artikel verfasst, aber für heute erscheint er mir zu düster… Es geht darin um die aktuelle Stimmung in meinem Land, so wie ich sie wahrnehme und was das mit Meditation zu tun hat.

Als ich nämlich  nach kurzer Absenz wieder mal WordPress öffnete (direkt nach den Anschlägen in Paris erschien mir meine kleine, feine Welt etwas zu banal) und die vielen kreativen Blogs durchgesehen habe, von fröhlich, bunt, humorvoll, sarkastisch, lebensfroh bis nachdenklich, habe ich beschlossen, mich heute erstmal für den Liebsten-Award zu bedanken!!! Hab schon meine Antworten, wühle aber noch durch die vielen sympathischen Blogs!

Sehr sehr bald werde ich  euch auch von unserer neuen Meditationsaufgabe berichten. Wieder habe ich von allen möglichen dämlichen Meditationsaufträgen den Jackpot gezogen, aber ich freue mich auf neue 21 Tage Blödsinn machen und dabei einen Nutzen für meinen Körper zu haben! Die Kundalini-Meditation ist für mich aus heutiger Sicht überhaupt nicht mehr seltsam – ich verdanke ihr viel, vor allem ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig Bewegung für uns Menschen ist, aber dass aktive Meditationsformen noch seltsamer werden können… Bis bald!

Bericht 1 – Bin ich schon ein anderer Mensch?

JA und NEIN! Nach wie vor fehlt es mir an Disziplin und Durchhaltevermögen. Wenn sich zwei streiten (ich und mein Innerer Schweinehund), freut sich der Dritte (die Bequemlichkeit). Die Kundalini-Meditation ist zwar seit dem ersten Seminarmodul im September beinahe täglicher Begleiter geworden, aber eben nur beinahe. Ich habe es bisher nicht geschafft, 21 Tage in Folge zu meditieren und selbst darüber kann ich mir schier endlos den Kopf zerbrechen. Kein Wunder also, dass ich Migränikerin bin, wobei ich habe ja nicht mehr Migräne. Und der 4. Tag eins meiner 21 Tage war einfach nur unglaublich. Aber mal der Reihe nach! Weiterlesen

Modul 1 – oder: Angekommen??

Früher als geplant, dennoch später als befürchtet, verlasse ich meinen Arbeitsplatz. Vor einer Stunde hat das erste Modul meines einjährigen Ausbildungsseminars begonnen. Allerdings habe ich zwei Stunden Fahrzeit vor mir.

Mit den Gedanken noch in der Arbeit beeile ich mich, den Schaden gering zu halten. Ich ärgere mich darüber, Weiterlesen